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Geschrieben von: Birgit Weßolowski   
Montag, 17. Mai 2021 17:04

Abteilung Schwimmen - Bericht

Bericht von einem Stützpunktwettkampf

Seit November 2020 bereits ziehen die Schwimmerinnen und Schwimmer des ATSV Freiberg wie viele andere nicht mehr ihre Bahnen im Johannisbad - die Wettkampfsaison 2020/21 kann damit eigentlich abgehakt werden. Mit einer Ausnahme: Die drei am Stützpunkt Chemnitz lernenden und trainierenden Mia Frisch (5. Klasse), Kristin Bergmann (7. Klasse) und ihr Bruder Magnus Bergmann (9. Klasse) hatten „nur“ von Mitte Dezember 2020 bis Anfang März 2021 kein Wassertraining. Ein nach strengen Hygienevorschriften absolvierter Wettkampf des Landesstützpunktes Chemnitz am vergangenen Wochenende (24./25.04.2021) sollte eine erste Standortbestimmung nach der langen Pause sein. Auch wenn das richtige Wettkampffeeling fehlte (keine Zuschauer, nur die Trainingskameraden als Gegner) nahmen alle drei den Kampf gegen die Uhr mit großer Anspannung auf, um ggf. bereits erste Kadernormen zu erfüllen.

Mia konnte ihre Bestzeiten durchschnittlich um weit über 10% steigern. Da sie noch nicht einmal ein Jahr die Sportschule besucht und davon einen großen Teil nicht im Wasser trainieren konnte, ist das Erreichen der Landeskadernormen eher unwahrscheinlich. Allerdings wurde der Zeitraum zur Normerbringung bis Dezember 2021 verlängert – vielleicht schafft sie es dann doch noch. Bei Kristin ging es über 100m Rücken bereits um die Nachwuchskadernorm des Deutschen Schwimmverbandes, die sie leider in 1:08,40 min um winzige 0,8 Sekunden verfehlte. Wie wertvoll diese Zeit aber ist zeigt ihr aktueller zweiter Rang in der Deutschen Bestenliste 2021 über diese Strecke. Mit einer besseren Wende ist diese Zeit beim nächsten Wettkampf auf jeden Fall drin. Kristin erfüllte über alle drei von ihr geschwommen Strecken (100m Rücken, 100m Freistil und 200m Lagen) die Landeskadernormen des Sächsischen Schwimmverbandes. Davon ist ihr Bruder Magnus noch etwas entfernt, aber der Abstand zu den Normen verkürzte er am Wochenende enorm. Wenn er endlich mal durchtrainieren darf, sind Normerfüllungen auf mehreren Strecken möglich. Am nächsten dran ist er derzeit über 100m Rücken und 100m Schmetterling, wo ihm jeweils ca. 3 Sekunden fehlen. Da er erst seit Februar 2020 das Sportgymnasium in Chemnitz besucht und u.a. wegen coronabedingten Trainingsverbots als Nichtkadersportler vergleichsweise noch nicht viele Trainingseinheiten absolvieren konnte, stehen seine Aussichten sehr gut, die Normen dieses Jahr noch zu erreichen.